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Walderlebnispfad


Weiherstieg - Silbersee 4 km (2 Std.)
 
Der Walderlebnispfad ist eine Idee des ,,Runden Tisches Weihergebiet" von 1999.
Auf vielen Sitzungen des Runden Tisches wurden Überlegungen angestellt, wie man das Weihergebiet attraktiver gestalten kann.
Eine davon war der Waldlehrpfad.
 
Mit viel Mühe, Arbeitsleistung und auch finanziellen Mitteln haben wir den Waldlehrpfad geplant und gebaut, um Ihnen einen etwas anderen Waldspaziergang ermöglichen zu können.
Behandeln Sie die einzelnen Stationen so, dass auch nachfolgende Besucher ihre Freude daran haben.
 
Noch eine Bitte zum Schluss:
Nehmen Sie Ihren Müll mit nach Hause. Hirsch, Reh, Hase und alle anderen Waldtiere sind Ihnen sehr dankbar dafür!



Weg- und Stationsbeschreibung:
 
Ausgehend vom Parkplatz "Obermühle" gehen wir ca. 30 m nach rechts über eine Brücke des Iserbaches und finden dort die erste Station. ,,Mit den Augen eines Insektes" kann man den Eisweiher erkunden.
 
Wir wandern zurück über den Parkplatz und folgen dem Eulensymbol, überqueren die Straße in Richtung Tiefenbach, gehen 150 m parallel zu dieser bis zu einem Wasserstollen. Hier biegt der Weg links ab und die zweite Station wird sichtbar: die ,,Balancierhölzer". Versucht, ohne abzurutschen, die Balancierstrecke zu überwinden. Falls es doch passiert, fangt wieder von vorne an.
Weiter führt der Weg in Richtung des "Großen Weihers". Auf einer kleinen Anhöhe biegt der Walderlebnispfad rechts ab. Links herunter kommt man zum "Großen Weiher". Ab hier wird der Weg zum Teil sehr schmal und führt durch Reste von Auewald. Mächtige Eichen, Ahorne und Eschen kann man links des Weges sehen.
So sah Wald vor tausend Jahren in Fluss und Talauen aus.
 
Auf der rechten Pfadseite findet man die dritte Station: das "Kletterseil". Kinder können hier ihre Kletterfähigkeit unter Beweis stellen, indem sie den steilen Hang erklimmen und oben parallel zum Pfad mitten durch den Wald mitlaufen können.
Am Ende des Auewaldes führt der Pfad durch eine Hecke und wir stehen schon vor der vierten Station: den "Guck-Rohren". Guck-Rohre schränken das Sehfeld ein und schärfen den Blick für Kleinigkeiten, z. B. das Schloss Braunfels oder: welche Blumen wachsen auf der Reitersbachwiese?
Der Wald um die Wiese ist noch gar nicht so alt. Noch vor 250 Jahren waren es landwirtschaftliche Flächen und im Mittelalter wurde hier Wein angebaut.
 
Weiter geht es bis zum asphaltierten Weg mit dem Parkplatz "Weihermühle". Diesen Asphaltweg folgen
wir bergauf und kommen nach ca. 150 m zur fünften Station: dem ,,Punktweg". Hier ist es nur erlaubt,
die Teerstraße auf den aufgemalten Punkten fortzusetzen. Mehrere Personen können sich an den Händen
fassen und zusammen als Raupe oder als Tausendfüßler dem Punktweg folgen.
Am Ende des Punktweges gehen wir noch ein kleines Stück bergauf, bis wir ihn in einer Linkskurve rechter Hand verlassen und wieder in den Wald einbiegen.
Durch Buchen-Mischwald folgen wir diesem Weg immer weiter zur sechsten Station: ,,zu welchem Baum gehört dieses Blatt?" Nun heißt es geraten oder gewusst! Auf einem Trägerelement sind Blätter von 14 verschiedenen Baumarten auf Tafeln aufgebracht. Wenn man die Blätter nicht zuordnen kann, erfährt man durch Aufklappen der Tafeln den Namen des dazugehörigen Baumes. Alle aufgeführten Baumarten wachsen natürlich an dem Walderlebnispfad, mit einem guten Auge kann man sie erkennen.
 
Von der Blätterstation folgt man dem festen Weg weiter bis zu einer kleinen Abzweigung. Hier kann man über einen schmalen Pfad zum Silbersee gelangen. Allerdings sollte bei Regen oder Schnee der Pfad gemieden werden, da er nicht befestigt ist!
Beide Wege treffen an der siebten Station "Tierweitsprung" wieder zusammen. Jetzt ist sportliche Höchstleistung gefragt, messen Sie sich im Weitsprung mit den Tieren des Waldes! Rechts an der Sprunggrube sind Klapptafeln angebracht. Darunter verbergen sich die Tiersymbole und die Sprungweite des abgebildeten Tieres. Wer schafft es, weiter zu springen als ein Eichhörnchen?
Dem Weg weiter folgend kommt man zur Rainer-Maria-Rilke-Hütte", wo sich die achte Station befindet: das ,,Hörrohr". Nach der sportlichen Anstrengung können sie hier eine Pause einlegen und den Geräuschen des Waldes lauschen: dem Wind in den Blättern, dem Rascheln der Amsel im Laub oder einfach nur dem Gesang der Vögel. Noch ein kleiner Tipp: Mit geschlossenen Augen hört man viel besser und mehr!
 
Wir wandern weiter auf dem Walderlebnispfad von der ,,Rilke-Hütte" in Richtung Landstraße. In dem Buchen-Mischwald kann man noch einige alte Hute-Eichen entdecken. Sie sind Zeugen einer längst vergangenen Waldbewirtschaftung der Waldweide. Noch bis Ende des 19. Jh. wurde Vieh zur Weide in
den Wald getrieben, auf solchen Weideflächen standen einzelne Eichen und auch Buchen. Sie spendeten
dem Vieh Schatten und ihre Früchte, Eicheln und Bucheckern waren bei den eingetriebenen Hausschweinen besonders beliebt. Es gab sogar Anweisungen für die Schweinehirten, wie viele Eicheln und wie viel Bucheckern ein Schwein fressen darf, denn es heißt, Bucheckern würden den Schinken ranzig schmecken lassen.
Eine dieser letzten Hute-Eichen ist die "Schiller-Eiche", hier befindet sich auch die neunte Station. An dieser Station ist Kopfarbeit gefragt. Es gilt, die Holzarten zu bestimmen! Wer sich die Bäume um die Schiller-Eiche genau anschaut, kann schon am Rindenbild einige der Baumarten bestimmen. Ob man richtig liegt, zeigen auch hier die angebrachten Klapptafeln.
Kurz bevor wir wieder auf die Straße Richtung Tiefenbach kommen, führt uns ein schmaler Weg rechter Hand zurück zu unserem Ausgangspunkt. Auf dem Rückweg passieren wir die ,,Nashorn-Höhle", die aber auf der anderen Seite der Straße liegt.
 
Vorsicht beim Überqueren der Straße!     
 
In der etwa 25 m tiefen Höhle hat man bei Ausgrabungsarbeiten Knochen des Wollnashorns gefunden und nach jüngsten Untersuchungen sind diese auch von Menschenhand vor vielen Jahrtausenden bearbeitet worden. Die Höhle ist vergittert, damit Höhlenbewohner wie die Fledermäuse ungestört dort leben können. Wir gehen über die Straße zurück auf den Walderlebnispfad.
Am zweiten Wasserstollen steht die letzte Station ,,Klanghölzer". Das man aus Holz Musikinstrumente herstellen kann, weiß jeder. Dass aber auch große Hölzer klingen, wissen nur wenige. Hier kann man es mit dem Holzhammer ausprobieren.
Wir folgen dem Weg weiter bis zum Ausgangspunkt, dem ,,Eisweiher".
Der Walderlebnispfad ist geschafft und wir hoffen, es hat ein bisschen Spaß gemacht!




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