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Tiefenbach


Der Stadtteil Tiefenbach wurde erstmals 1245 (1246) urkundlich erwähnt und liegt, umrahmt von den bewaldeten Nordausläufern des Taunus, in einem Seitentälchen der Lahn. Damals erwarb Graf Heinrich I. von Solms von dem Adligen Volpert von Gemünden dessen Güter in Tiefenbach. Dieser Kauf war auch für Braunfels bedeutsam, da doch neben Tiefenbach in diesen Verhandlungen auch erstmalig Braunfels (Brunenvelß) urkundlich erwähnt wurde.


Herzlich Willkommen in Tiefenbach

Tiefenbach blieb nicht von Kriegswirren geschont. 1621 plünderten spanische, 1622 kaiserliche und 1634 schwedische Soldaten das Dorf. Im Frühjahr 1645 war das Dorf menschenleer. Die Einwohner waren nach Braunfels geflüchtet.

1702 wurde urkundlich die Tiefenbacher Mühle erwähnt. Diese befand sich unweit der Lahn am Lindelbach. Sie wurde im frühen 19. Jahrhundert abgebrochen und durch eine 1857, oberhalb des Dorfes neu errichtete, ersetzt. Diese neue Mühle war bis 1953 in Betrieb.

1796 kam es hier zu einem Gefecht zwischen Österreichern und Franzosen.

Auf den mit Schießscharten versehenen Kirchturm (um 1300 als Wehrturm errichtet) prägen gotische Stilelemente. In dem Jahr 1550 erfolgten Erweiterungsbauten (Westhalle) und 1713/14 (Langhaus), 1980 Innenrenovierung der Kirche, hierbei wurden frühere Ausschmückungen freigelegt.

Ev. Kirche im Ortskern von Tiefenbach

Beachtenswert ist der Barockportalschmuck des Haupteingangs (Graf Wilhelm Moritz von Solms-Braunfels, Landgräfin Sophie Magdalena von Hessen-Bingenheim). Der auf dem Dach befindliche Turmhahn von 1933 ist der stattlichste des Solmser Landes.

Sehenswerte Fachwerkhäuser schmücken den Ortskern. Insbesondere hervorzuheben sind die Häuser: Mittelstraße 28 (Alte Dorfschule von 1684), Mittelstraße 2a (Glockengießerhaus), Mittelstraße 3/5 (Hess. Fachwerk mit rheinischer Auszier).

An die hier ansässigen Glockengießer Bernhard erinnern in Tiefenbach und Umgebung verschiedene Kirchenglocken (Glockenguß von 1771-1862).

Als die wärmste Stelle des Lahn-Dill-Kreises gilt der "Weinberg" von Tiefenbach. Es handelt sich hierbei um einen Südhang. Seit dem Jahre 1994 wird hier wieder Wein angebaut.

Hügelgräber der Hallstattzeit (800-400 v.Chr.) sowie stillgelegte Erzgruben und Stollen befinden sich in den Wäldern um Tiefenbach.

In den Jahren 1830-1946 wurde Rot- und Brauneisensteingewinnung in der Gemarkung im großen Umfang durchgeführt. Die Grubennamen "Anna", "Würgengel" sind vielen heute noch ein Begriff.

Hinweisschild Grube "Würgengel"Hinweisschild Grube "Anna"
 
Lore in der "Neuen Kreisstraße"Bergwerksreviere in Tiefenbach

1840 erfolgte die erste Pflasterung der Mittelstraße. 1898 war die Wasserversorgung durch Leitung und Hausanschlüsse sichergestellt. Ein Jahr später wurde die Petroleumstraßenbeleuchtung eingeführt.


Fachwerkhäuser in der Mittelstraße

Die erste Zusammenlegung der Grundstücke wurde 1910 abgeschlossen und am 24. Juli 1920 brannte zum erstenmal das elektrische Licht in Tiefenbach.

1942 und 1945 detonierten, von Flugzeugen abgeworfen, in der Gemarkung eine Anzahl Bomben. Doch im Vergleich erwies sich in Kriegszeiten die versteckte Lage des Dörfchens als vorteilhaft.

Nach dem zweiten Weltkrieg veränderte eine Vielzahl von Maßnahmen das Gesicht des Dorfes.

Im Jahre 1996 feierten die Tiefenbacher ihre 750 Jahrfeier.

Tiefenbach zählt heute, das am 01. Januar 1972 ein Stadtteil von Braunfels wurde, ca. 1.200 Einwohner und hat eine Gemarkungsfläche von rd. 720 ha.



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